Kerkopen


Kerkopen
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Zwei Spitzbuben, die dem schlafenden Herakles* seine Waffen stehlen wollten. Der erwischte die beiden, band ihnen die Füße zusammen und trug sie kopfunter an einer Stange fort. In dieser Lage sahen sie, daß sie an den »Mann mit dem schwarzen Hintern« geraten waren, vor dem ihre Mutter sie gewarnt hatte; trotzdem rissen sie Witze über den haarigen Kerl, bis der lachte und sie laufen ließ. Die in der Komödie beliebte Episode ist u.a. auf einer Metope des Tempels C von Selinunt (um 550 v. Chr., Palermo, Museo Archeologico Nazionale) und einer weiteren aus dem Heraion am Silaris (um 530 v. Chr., Paestum, Museo Archeologico) dargestellt.
Gemalt hat diese Burleske Lukas Cranach d. J.: ›Der schlafende Herkules und die Pygmäen‹ und ›Herkules vertreibt die Pygmäen‹ (1551, Dresden, Gemäldegalerie); er folgte dabei einer Variante der Geschichte, in der die zwergenhaft gedachten Kerkopen in Scharen auftreten. Als verlogene, meineidige und daher von Jupiter* in Affen verwandelte Bewohner der Pithekusen (»Affeninseln« vor der süditalienischen Küste) kennt sie Ovid (Metamorphosen XIV 88–100).

Who's who in der antiken Mythologie. 2013.

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  • Kerkopen — Kerkopen,   griechischer Mythos: diebische Kobolde, die nach einem Raubversuch von Herakles an einem Balken mit den Köpfen nach unten fortgetragen, dann aber aufgrund ihrer Späße wieder freigelassen wurden …   Universal-Lexikon

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